Henning von Melle

 

 

Die Gazelle

 

Es war einmal eine Gazelle,

 

Die hüpfte dauernd auf der Stelle.

 

Ein Löwe sah die Bewegungsquelle,

 

Geduckt in einer Bodenwelle.

 

Der Löwe schlich sich auf der Stelle,

 

Genau in Richtung der Gazelle.

 

Er sprang,

 

-- biss in den Hals durch Pelle

 

Sie hüpft nicht mehr

 

unsere Gazelle.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             

 

Amor   

           

Wo kommt denn nun die Liebe her?

 

Wann wird es sein, vor allem - wer?

 

Für alle, die das nicht so kennen,

 

Werde ich den Vorgang nennen:

 

Der Amor schießt mit seinen Pfeilen,

 

damit die Menschen sich verkeilen

 

Und für neue Menschen sorgen.

 

Genauso war es auch heut Morgen.

 

Er wählt die Opfer mit Bedacht.

 

Der Bogen wird fertig gemacht,

 

Erst sucht er sich den einen aus,

 

Mit Schmackes saust der Pfeil dann raus.

 

Dann schaut er schon auf´s nächste Ziel,

 

Zieht ab, er überlegt nicht viel

 

Und eh´ die Opfer sich versehen,

 

Werden sie mit´nander gehen.

 

Die Liebe pulst in deren Venen,

 

Es gibt nur Küsse, Träume, Sehnen.

 

Die Paare sind auf Wolke sieben.

 

Vom Alltag ist nichts mehr geblieben.

 

Ein neues, wunderschönes Leben.

 

Sie fühlen sich, als ob sie schweben.

 

Für andere gilt, ihr wisst es schon,

 

Ganz normal die Gravitation.

 

Das Paar geht jetzt nur Hand in Hand,

 

Gehalten durch das zarte Band.

 

Er schaut ihr tief in ihre Augen,

 

Während Lippen sich festsaugen.

 

Man hört jetzt Reißverschlüsse zippen,

 

Erst wandern Hände, dann die Lippen. --

 

Ab jetzt erspar´ ich Euch den Rest. -

 

na, Leute, Pech gehabt!

 

Er macht so weiter, steckt dann fest.

 

Das ist jetzt alles nicht mehr wichtig,

 

Er macht es gut, er macht es richtig

 

Und einige Zeit erst später dann,

 

Kommt für die zwei das Baby an.

 

Das Paar wird so lang nicht geweckt,

 

So lang der Pfeil in ihnen steckt.

 

Doch manchmal hampeln Menschen wild,

 

Es kommt zu einem neuen Bild:

 

Die Pfeile wackeln, fallen raus.

 

Sofort ist´s mit der Liebe aus.

 

Man hört Amor von weitem fluchen,

 

Er muss sich neue Menschen suchen.

 

So hat er dann vollauf zu tun,

 

Er hat kaum Zeit sich ausruh´n.

 

Ein schwerer Job, gar keine Frage

 

Und: Amor hat auch schlechte Tage.

 

Bei mir lag er komplett daneben.

 

So ist das eben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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